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FACHBEITRAG - ENERGIESPAREN | FÖRDERUNGEN -
auf www.bauwissen.atAuf diesen Seiten lesen Sie einen Fachbeitrag zu einem interessanten Bauthema!

-> Thema: "ENERGIESPAREN leichter gemacht. Um in Zukunft Energie zu sparen, ist eine Verbesserung der Bauqualität erforderlich. Darlehen und Zuschüsse helfen Privaten und Unternehmen."
FACHBEITRAG VOM BAUMEISTER ING. ENGELBERT HOSNER, EUR ING

Einführung: Die kostengünstigste Form der Energie ist jene, die man nicht benötigt. Diese muss nicht bezahlt werden. Man spart somit Geld und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz.
Dieser Denkanstoß war auch einer jener Gründe, der als Basis für das 1997 durch die Vereinten Nationen beschlossenen Kyoto-Protokolls galt.
Auch Österreich verpflichtete sich zu einer Reduktion der treibhausrelevanten Schadstoffe gegenüber dem Jahr 1990 um 13 %. Bereits im Jahr 2004 gab es jedoch eine Erhöhung um 18 %, sodass Österreich dieser Verpflichtung bei weitem nicht nachkommt.
Das kommerzielle Weltenergiesystem beruht auf der Verbrennung der fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle sowie dem Einsatz der Atomenergie. Fossile Brennstoffe sind wertvolle Energieressourcen mit hohem Energiegehalt und somit ist mit ihnen sparsam umzugehen.
Nun wird es ernst: Ab 1. Jänner 2008 müssen endgültig die EU-Gebäuderichtlinien umgesetzt werden, sofern die gesetzlichen Grundlagen seitens der Länder rechtzeitig geschaffen werden. Und das bereits in der Einreichphase zur baurechtlichen Bewilligung. Ab 2009 auch bei Verkauf oder Vermietung von Gebäuden.
Ziele: Für die Beheizung der Haushalte ist nahezu ein Drittel des gesamten Energiebedarfs Kärntens erforderlich. Bund, Länder und Gemeinden schaffen Anreize, um einerseits Schadstoffe zu verringern und andererseits die Lebens- und Umweltqualität zu verbessern. Dies gilt sowohl für Private als auch für Unternehmen.
Eine nachhaltige Reduktion des Energiebedarfs hat oberste Priorität, da dieser einer der wichtigsten Parameter für das Klima ist. So kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass eine entsprechende bauliche Qualität unter Verwendung ökologischer Baumaterialien, eine Verbesserung des Wärmeschutzes von Gebäuden (Dämmung der obersten und untersten Geschoßdecke sowie des Daches und des Kellerbodens, Sanierung bzw. Austausch von Fenster und Türen und Maßnahmen zur verstärkten passiven Solarnutzung), Aufbereitungsanlagen für Heizung und Warmwasser sowie die Nutzung alternativer Energieformen (Solaranlagen, Wärmepumpen, Biomasse u. v. m.) die höchsten Förderungen erzielt, weil diese Maßnahmen auch an die Einhaltung der Kyoto-Ziele gebunden sind.
Vor der Baumaßnahme sollte aber auch das Gebäudeumfeld (Lage, Wind, Sonne, Niederschlag, Lufttemperatur, Luftfeuchte, …) genau betrachtet werden, um Ressourcen wie zum Beispiel Sonnenergie nützen zu können und Betriebskosten sowie Umweltbelastungen zu minimieren.
EnergieKennZahl (EKZ): Um den Erfolg der geplanten Baumaßnahmen, ob Neubau oder Sanierung, beurteilen und vergleichen zu können, ist eine Energiekennzahlberechnung erforderlich. Es ist aber auch darauf zu achten, dass thermisch sanierte Gebäude eine ausreichende Luftdichtheit aufweisen und Sanierungen nicht zu einer Verschlechterung aus physikalischer Sicht (Kondensationsrisiko!) führen.
Die EKZ ist im Energieausweis ersichtlich, der ähnlich wie ein Typenschein eines Autos alle wichtigen Kennwerte eines Gebäudes enthält. So kann daraus der genaue Aufbau der Bauteile, der Heizwärmebedarf und die Heizlast (zur Dimensionierung des Heizkessels) abgelesen werden.
Ich empfehle daher eine Beratung von Fachleuten (Energieberatern, Baumeistern, Technischen Büros, Ziviltechnikern, Architekten, …) rechtzeitig in Anspruch zu nehmen. Die EKZ-Berechnung kann ebenso von diesen Fachleuten durchgeführt werden.
Förderstellen: Es ist bestimmt nicht immer einfach sich im Förderungssystem zu Recht zu finden aber ohne Förderungen geht in den meisten Fällen nichts. Verzichten Sie nicht auf Fördergelder, die Ihnen zustehen!
Vor allem die Fragen „WER – WAS – WIE wird gefördert?“ können meist nur von den zuständigen Förderstellen fachkundig beantwortet werden. Scheuen Sie sich nicht, rechtzeitig Informationen einzuholen, denn es geht um Ihr Geld! Neben Bund, Ländern und Gemeinden, gibt es auch die Möglichkeit bei der Arbeiterkammer Förderungen in Form von Darlehen und Zuschüssen zu beantragen – Fragen kostet nichts!
Fazit: Zu Beginn etwas mehr an Qualität bei Neubauten und Sanierungen investiert, bringt Ihnen nicht nur mehr an Förderungsgeldern, sondern amortisiert sich bereits nach wenigen Jahren. Geringere Betriebs- und Wartungskosten und ein angenehmes Raumklima verbessern somit nicht nur die Lebens- sondern auch die Umweltqualität. Schön zu wissen, dass man sich selbst und den nachfolgenden Generationen etwas Gutes tut.
TOP-LINKS:
www.bauwissen.at – Alle Förderung auf einen KLICK
www.ktn.gv.at – Amt der Kärntner Landesregierung; Abt. 4, Unterabt. Wohnungs- und Siedlungswesen (Ktn. Wohnbauförderung), Abt. 15, Unterabt. Energiewirtschaft (Ktn. Energieförderung)
www.kommunalkredit.at – Umweltförderung im Inland (Unternehmensförderung)
www.akktn.at – Arbeiterkammer Kärnten (Zuschüsse und Darlehen)

Baumeister Ing. Engelbert Hosner, EUR ING
„Bert der Baumeister“ aus Spittal/Drau
(Medieninhaber von Kärntens BAUplattform www.bauwissen.at)

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Fotoquelle: © Ernst Rose / PIXELIO, © Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO, © Claudia Hautumm / PIXELIO, © S. Hofschlaeger / PIXELIO |
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